Datum: 19.06.2018
Arnold und Nielsen mit Laufsiegen bei der Europameisterschaft







Die dritte Runde der CIK-FIA Europameisterschaft im bayrischen Ampfing war das Ziel des KSM Schumacher Racing Teams vom 15. bis 17. Juni 2018. Das Team aus Kerpen schickte insgesamt acht Fahrer in den beiden OK-Kategorien in die Rennen um die europäische Krone. Dabei zeigten neben Pietro delli Guanti allen voran Felix Arnold und Nicklas Nielsen mit Siegen in den Heat-Rennen eine überzeugende Vorstellung.

In einem Gesamtfeld der stärksten 76 OK-Senioren Europas war es zunächst einmal die größtmögliche Herausforderung, die Qualifikation für das Finale der besten 34 Piloten zu erreichen. Hierzu mussten sich die Starter nach dem Qualifying in jeweils fünf Vorläufen messen.
Der Italiener Pietro delli Guanti konnte in seinen Heats konsequent mit der Spitze der jeweiligen Rennen mithalten und krönte seinen beherzten Auftritt mit dem vierten Platz in dem abschließenden Vorlauf, womit er sicher für das große Finale planen konnte.

Nach Problemen am Start in seinem ersten Vorlauf schloss Felix Arnold dieses Rennen nur auf Position 23 ab, was ihn für seine weiteren Rennen mächtig unter Druck setzte. Doch er trotzte selbstbewusst dieser schwierigen Situation und konzentrierte sich auf seine Performance. Zwei starke Auftritte knapp hinter den Top10 und Platz 7 gaben ihm nun die Möglichkeit, mit einem guten Ergebnis im fünften Vorlauf doch noch ins Finale einzuziehen. Von der zwölften Position aus ging er in das für ihn entscheidende Rennen und kämpfte sich Runde um Runde durch das hochdekorierte Feld. In der siebten Runde war er bereits so weit nach vorne gekommen, dass er den Führenden erfolgreich attackieren konnte und die Spitzenposition nicht mehr hergab. Der vielumjubelte Sieg brachte ihm die fünfzehnte Startreihe für das Finale.

Der Däne Nicklas Nielsen fand eine ähnliche Situation vor, auch er musste in seinem letzten Vorlauf alles auf eine Karte setzen und ein Top-Ergebnis einfahren, um auf die Final-Grid zu kommen. Zwei hervorragenden fünften Plätzen standen unglücklicherweise ein Ausfall und Platz 22 aufgrund einer Kollision gegenüber. Mit gewohnter Präzession und unbändigem Siegeswillen übernahm er ab der Mitte des entscheidenden Rennens die Führung und brachte gekonnt den Sieg nach Hause. Der verdiente Lohn war die sichere Qualifikation für den Finallauf.

Leonardo Bizzotto startete selbstbewusst in dieses dritte EM-Event und konnte sich stetig steigern. Nach Platz 14 im ersten Heat folgte ein elfter Rang ehe er mit zwei Top10-Platzierungen restlos überzeugen konnte. Eine Kollision in der ersten Runde seines fünften Heats machte aber seiner Idee vom Finale leider ein Strich durch die Rechnung, erdenklich knapp mit nur 4 Punkten Differenz scheiterte er an der Qualifikationsgrenze.

Das gleiche Schicksal ereilte seine Team-Kollegen Jasin Ferati und Levi O´Dey, die sich unglücklich unter Wert geschlagen geben mussten. Levi O´Dey bewies seine Stärke mit einem Top10-Rang und Platzierungen im Mittelfeld ähnlich wie Ferati, der unter anderem auf den Positionen 11, 12 und 13 ins Ziel kam. Aufgrund der hohen Starterzahl reichte es dann letztendlich trotz der guten Ergebnisse nicht zum Einzug ins Finale.

Tijmen van der Helm präsentierte sich in den letzten Wochen und Monaten in einer außerordentlichen Verfassung und so startete er mit einer starken achten Position in die Vorläufe, ehe er leider einer Handverletzung Tribut zollen musste und die weiteren Rennen aufgab.

Jakob Bergmeister vertrat das KSM Schumacher Racing Team in der Klasse der OK-Junioren und wollte dieses inspirierende Ambiente allen voran zum Lernen nutzen. Nach einem guten Start in die Qualifying Heats verbauten ihm zwei unglückliche Ausfälle den Weg in das letzte Rennen.

Im großen Finale der dritten Runde der CIK-FIA Europameisterschaft zeigte Nicklas Nielsen nochmals seine ganze Klasse und bewies sein außerordentliches Können. Der dreifache WSK-Champion und aktuelle Final Cup und Champions Cup Sieger startete von Rang 32 aus und bescherte den Zuschauern beste Unterhaltung. Runde um Runde fightete er sich durch das hochkarätig besetzte Feld der 34 besten OK-Piloten Europas und kam letztlich satte 15 Positionen nach vorne. Die größte Verbesserung aller Teilnehmer stand damit für ihn zu Buche. Auch Felix Arnold kämpfte sich beherzt durch die Reihen, so dass auch er sich über einen großen Sprung nach vorne freuen konnte, 7 Plätze plus! Der dritte Finalteilnehmer Leonardo Bizzotto hielt konsequent seine Ausgangsposition und er kam als Dreiundzwanzigster ins Ziel.

Die vierte und letzte Runde der CIK-FIA Europameisterschaft findet Anfang August im französischen Essay statt. Bis dahin steht neben dem ADAC Kart Masters Ende diesen Monats noch die vierte Runde der Internationalen Deutschen Kart Meisterschaft vom 27. bis 29. Juli auf dem Reiseplan der Piloten.
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